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Fritz Muliar

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Fritz Muliar

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     Fritz Muliar

     Fritz Muliar
 

Fritz Muliar

Prof. Fritz Muliar ist am 3 Mai 2009 von uns gegangen. Er war uns immer ein guter Freund der uns  mit diversen Auftritten bei unseren Produktionen, mögen es Kulturtage gewesen sein oder seine kostenlose Auftritte für unser Team for Animal Protection und vieles mehr, erfreut hat. Er fehlt uns sehr!



Fritz Muliar war Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. Aber auch Professor, Kammerschauspieler, Ehrenmitglied des Burgtheaters und des Theaters in der Josefstadt und Träger der Kainzmedaille.

Fritz Muliar wurde am 12. 12. 1919 in Wien geboren. Seiner Ausbildung am Konservatorium in Wien folgte...

1937 das erste Engagement an Stella Kadmons Kleinkunstbühne, dem Kabarett "Der liebe Augustin" in Wien.

1939 Engagement am Kabarett "Simpl" in Wien und am Landestheater Innsbruck.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Muliar als Soldat an die Front verpflichtet und geriet schliesslich in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Heimkehr spielte er...

1946-1948 an verschiedenen Bühnen in Graz im Zeittheater "Der Igel“ und am Landestheater.

1948-1952 als Operettenbuffo am Wiener Raimundtheater.

1950-1964 als Kabarettist im "Simpl" in Wien.
Später: 14 Jahre Simpl bei Vortragsabenden.

1957-1964 Schauspieler am Wiener Volkstheater.

1964-1974 am Theater in der Josefstadt, dem er seit seiner Pensionierung vom Burgtheater 1994 wieder angehörte und das seine Stamm-Bühne wurde.

1970-1972 Hauptrolle in der Fernsehserie "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk". Der Schwejk galt fortan als Muliars Paraderolle und dieser in 15 Folgen ausgestrahlten Fernsehserie verdankte er auch seine grosse Popularitaet.

Tatsächlich spielte Muliar in mehr als 120 TV-Produktionen und 80 Filmen mit. Muliar galt zu Recht als Meister des jüdischen Humors - der jüdische Witze und Weisheiten. Er brachte neben seiner Regie-, Film- und Fernsehtätigkeit zahlreiche Bücher heraus und nahm Schallplatten auf.

1972-1977 Gastspiele bei den Salzburger Festspielen als der Dicker Vetter im "Jedermann".

1974-1993 Berufung an das Burgtheater, 1974 festes Ensemblemitglied, 1995 Ehrenmitglied des Burgtheaters. Er sagte "Ich bin ein Darsteller des kleinen Mannes - ein
jüdischer Bankier, das ist noch drinnen, den Othello muss ich nicht unbedingt spielen. Den Lear - nur in einer Musicalfassung". Also spielte er glänzend den Bankier Natter in Schnitzlers "Weitem Land" und noch beeindruckender gibt er den proletarischen Bettelunternehmer Peachum in der "Dreigroschenoper" und bekam dafür  die Kainzmedaille.

In den achtziger Jahren machte Muliars erbarmungslos geführter Wortkrieg mit Burg-Direktor Peymann in Wien Schlagzeilen.

1994-2003 Rückkehr an die "Josefstadt". 1996 Ehrenmitglied des Theaters in der Josefstadt.

Fritz Muliar mit Claudia Androsch in den Wiener Kammerspielen

Immer wieder war Muliar Gast an verschiedenen Wiener Bühnen und beliebter Darsteller in Stücken Johann Nestroys.
Künstlerisch sorgt er zuletzt mit Felix Mitterers "Sibirien“ für Aufsehen.

Zu Fritz Muliars persönlichen Spezialitäten zählen Solo-Vortragsabende mit heiteren und schärferen Texten der Kleinkunst, des Kabaretts und der Kaffeehausliteratur. Mit
Texten von Roda Roda, Alfred Polgar, Anton Kuh, Hans Weigel, Hugo Wiener, Peter Hammerschlag und Friedrich Torberg.

Der Nimbus des Volksschauspielers war Fritz Muliar geblieben. Er konnte, ohne sich verstellen zu müssen, den verraunzten und doch hartnäckigen Wiener hervorkehren,
dass sich die Leute zerkugeln - vierzehn Jahre Simpl an der Seite von Karl Farkas waren eben eine Lebensschule. Darüber hinaus blieb er als Schwejk auch im Boehmakeln bis heute ohne Konkurrenz.
Nicht zu Unrecht sagte man, dass Fritz Muliar
"mit den Ohren fotografierte".

Im Sommer 2004 spielt Fritz Muliar bei "Nestroy auf Liechtenstein".

Ab 18. November 2004 Josefstadt/Kammerspiele "Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde" von Joao Bethencourt,
Muliar als Papst und Regie.

14. Dezember 2004 Festvorstellung zum 85. Geburtstag im Wiener Konzerthaus Grosser Saal.
Ein Lebensrueckblick mit prominenten Kollegen und Film, bzw. Fernsehzuspielungen.