Mozart Don Giovanni, Prager Fassung im Wiener Konzerthaus

Die Türkei hat wunderbare Stimmen zu bieten

Bei der semikonzertanten Aufführung im Wiener Konzerthaus, konnte man das osmanische Reich einmal ganz anders erleben. Obwohl eines der berühmtesten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart in Sevilla spielt, konnte man sich dem Zauber des Orients, der in den großartigen Sängerinnen und Sängern seinen Ausdruck fand, nicht entziehen. Zu hören waren: Don Giovanni: Günes Gürle Il commendatore: Göktug Alpasar Donna Anna: Hande Soner Ürben Don Ottavio: Caner Akin Donna Elvira: Perihan Diana Nayir Artan Leporello: Burak Bilgili Masetto: Murat Cem Orhan Zerlina: Nesrin Gönüldag Dirigent: Peter Valentovic Direktor: Suat Arikan

Eine Kooperation zwischen der bekannten Wiener Künstleragentur Hollaender-Calix und der

türkischen Privatstiftung Sedat Gürel – Güzin Gürel Arts & Science Foundation

  Die in Istanbul beheimatete Sedat Gürel – Güzin Gürel Arts & Science Foundation, 1991 von dem Ehepaar Gürel gegründet ist eine private Stiftung, die talentierte Kinder und Studenten, denen die finanziellen Möglichkeiten für eine gute Ausbildung fehlen, entdeckt und fördert. Fr. Prof. Güzin Gürel, die ihre Schüler nach Wien begleitete und der Aufführung beiwohnte, verbindet eine langjährige Freundschaft mit Fr.Prof. Ariane Calix-Hollaender. Gemeinsam hat man schon einige spektakuläre Projekte in Europa realisieren können und werden zukünftig noch einige Überraschungen aus dieser Kooperation dem musikverwöhnten Wiener Publikum präsentiert werden.   Im Exklusivinterview berichtete Prof. Güzin Gürel über ihre Studienjahre in Wien, wo sie Pädagogik und einige Semester Medizin studiert hat. Gearbeitet hat sie damals an der Uniklinik und ihr Spezialgebiet in der Medizin waren Kehlkopf und Stimmbänder. Dieses Wissen empfand sie als äußerst hilfreich bei der Ausbildung der Technik von Sängern und leistet es ihr bis heute sehr wertvolle Dienste. Ihre Klavierausbildung absolvierte sie in Istanbul. “Ich bin halbe Österreicherin, sehe Österreich als meine seelische Heimat und habe gerade Wien sehr viel zu verdanken. Hier habe ich Gesang in der Meisterklasse von Anton Dermota studiert, in der Folge habe ich 5 Jahre Mezzosopran als Solistin in der Oper gesungen, danach wechselte ich zur Kammermusik. Die hat mich immer besonders fasziniert, weil man sich dabei irgendwie freier fühlt, man hat die Idee, dass man selbst Musik machen kann. In der Oper tritt man ja immer mit einem gesamten Ensemble auf.”

Sedat Gürel wandelte Musik zu Bauwerken um

Der Gatte von Güzin Gürel, Sedat Gürel war Architekt, Professor an der Mimar Sinan Universität. Er entwarf die Sedat Gürel Häuser in Assos, Provinz Canakkale, die in den 70-iger Jahren als eine der bemerkenswertesten Anwendungen der türkischen Baugeschichte gelten. Auch er hatte eine starke Bindung zu Wien und hat auch hier gebaut und unterrichtet. Er gewann damit 1989 den Aga Khan Architecture Award, der als einer der wichtigsten Auszeichnungen in der Architektur gilt und ihm post mortem in Kairo verliehen wurde. Seine Witwe hielt auch die Rede und erklärte die Verbindung zwischen Kunst, Kultur und Architektur mit bewegenden Worten:”Ein guter Architekt muss ein Kunstverstehender sein. Diese Dinge sind sehr eng miteinander verwoben. Man muss spüren und erkennen wie sich Bauwerke in Landschafts- und Städtebilder einfügen und wie man diese Materie harmonisch zum Klingen bringen kann.” Güzin Gürel:”Ich verdanke meinem Gatten sehr viel. Er erkannte und akzeptierte meinen Freiheitsdrang und ließ mich auch weiterhin meine ausgedehnten Studienreisen unternehmen und ich konnte unter anderem auch an einem Kongress über Phonetik teilnehmen. Gemeinsam war uns beiden die Liebe zum Unterrichten und es kostete mich einige Überredung, ihn dazu zu bewegen, wenigstens ein Haus für mich zu bauen. Er meinte damals zu mir:”Wenn du ein Konzert machst und es nicht gut war, kannst du bei nächsten Mal wieder ein ausgezeichnetes Konzert machen, das schlechtere ist schnell vergessen. Wenn ich ein Haus baue, das nicht so gut gelingt, sehe ich es noch sehr lange und ärgere mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich daran vorbeigehe und Magenschmerzen bekomme.” Aber natürlich hat er auch ein Haus für mich gebaut und es ist selbstverständlich wunderschön geworden.” Die Ehe der beiden blieb kinderlos und so wurde die private Stiftung ins Leben gerufen. Damit hatte man zwar keine eigenen, aber sehr viele “Adoptivkinder”, die eine künstlerische Laufbahn einschlugen. Und dass die Ausbildung in der Stiftung erstklassig ist, beweisen die zahlreichen Absolventen/Innen, die nicht nur in den 6 Opernhäusern in der Türkei (Istanbul, Ankara, Izmir, Antalya, Mercin und Samsun) singen, sondern auch Engagements in den ersten Häusern der Welt, wie Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera, Mailänder Scala, Düsseldorf, Hamburg etc. erhalten. Die Stiftung vergibt zahlreiche Stipendien und wenn die Schüler Auftritte in Europa oder den USA haben, wird auch alles von der Stiftung bezahlt. Das schafft natürlich ein sehr enges Verhältnis zwischen Prof. Gürel und ihren Schülern, das auch niemals abreisst. Europaweit werden Konzerte organisiert und letztes Jahr fand in Wien ein Gesangswettbewerb in Kooperation mit der Agentur Hollaender-Calix statt, mit der man sich nicht nur beruflich, sondern auch freundschaftlich sehr verbunden fühlt. Die Agentur geniest in Fachkreisen weltweit einen ausgezeichneten Ruf, was sich auf die Kompetenz und Fachkenntnisse der Inhaber Fr. Prof. Ariane Calix-Hollaender und ihren Sohn Dr. Adrian Hollaender zurückführen lässt. Wir freuen uns über weitere Projekte über die wir sehr gerne und ausführlich berichten werden. SH    
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